Claudia Hausheer sitzt nachdenklich am Schreibtisch, das Kinn auf die Hand gestützt

Für Frauen, die schon viel probiert haben

Du sagst, du kannst nicht abschalten. Dabei wirfst du dein Gedankenkarussell selber an.

Von Claudia Hausheer

Du hast schon oft versucht, dein Gedankenkarussell zu stoppen. Die Tipps dagegen halten nicht lange, weil sie nur deinen Kopf beruhigen. Am Laufen hält es jedes Mal ein Gedanke, an den keine Atemübung herankommt.

Für Frauen, die schon viel probiert haben

Du sagst, du kannst nicht abschalten. Dabei wirfst du dein Gedankenkarussell selber an.

Von Claudia Hausheer

Claudia Hausheer sitzt nachdenklich am Schreibtisch, das Kinn auf die Hand gestützt

Du hast schon oft versucht, dein Gedankenkarussell zu stoppen. Die Tipps dagegen halten nicht lange, weil sie nur deinen Kopf beruhigen. Am Laufen hält es jedes Mal ein Gedanke, an den keine Atemübung herankommt.

Ein Satz reicht

Ein Satz von deinem Chef, deiner Tochter oder einer Kundin reicht und dein Kopf dreht.

Deine Tochter schreibt «Wir müssen reden» und meldet sich nicht mehr. Du kochst, kaufst ein, arbeitest und im Kopf läuft das Gespräch zum zehnten Mal.

Du nennst das vorbereitet sein. Dabei spielst du ein Gespräch durch, das es noch gar nicht gibt.

Am Abend drehst du noch immer den Satz, den dein Chef in der Sitzung gesagt hat. Morgen ist es die Mail einer Kundin, übermorgen jemand aus deiner Familie.

Wenn der Grund jedes Mal ein anderer ist, liegt es nicht am Grund.

Warum die Tipps gegen das Gedankenkarussell nicht halten

Ich sag dir ehrlich, was ich von diesen Sachen für zwischendurch halte. Die App, das Aufschreiben, die Atemübung, das ist Symptombehandlung. Für den Notfall ja, für immer nicht. Es kommt immer und immer wieder.

Tee mit Honig, Entspannungsübungen, alles, was dir zum Runterkommen empfohlen wird, habe ich jahrelang selber gemacht. Kurz geholfen hat es, geändert hat es nichts.

Hätte eins davon funktioniert, wärst du nicht auf der Suche nach dem, was wirklich funktioniert.

Kommst du seit Wochen nicht mehr durch den Tag oder denkst du daran, dir etwas anzutun, dann geh zuerst zu einer Ärztin oder einer Therapeutin. KlarSein ist keine Therapie und keine Notfall-Hilfe.

Was dein Gedankenkarussell am Laufen hält

Nicht das, was die Menschen um dich herum sagen oder tun, bringt deinen Kopf zum Drehen. Es ist dein Gedanke danach: Das darf mich doch nicht so treffen. Wieso beschäftigt mich das so? Genau diese Gedanken halten das Karussell am Laufen.

Stell dir ein Kind vor, das schreit. Und du sagst ihm: Sei ruhig, geh weg, du störst. Hört es auf? Nein, es wird lauter. Genau so ist es mit dem Satz vom Chef. Er hat etwas in dir getroffen und das schreit jetzt. Du sagst ihm: Das darf mich nicht so treffen. Und es wird noch lauter.

Nicht der Chef dreht das Karussell, das Wegschicken dreht es. Das ist die Wertung und das ist das Problem.

Und obendrauf kommt noch der Gedanke: Andere schaffen das ja auch, was ist bei mir falsch? Das ist nicht selbstkritisch, das ist nur eine Wertung mehr.

Solange du nur am Kopf herumschraubst, ändert sich gar nichts. Beim nächsten Satz dreht es wieder.

Auch mein Kopf dreht noch, nur viel seltener

In meinen Gruppen sage ich: «Unser Kopf wird nie, nie, nie aufhören, euch Quatsch zu erzählen.» Meiner auch nicht. Nur steige ich heute nicht mehr jedes Mal drauf ein. Und wenn doch, realisiere ich irgendwann: Moment, stopp, was mache ich jetzt wieder?

Wenn es losgeht, stelle ich mich, sobald ich Zeit habe, den Gefühlen, die da hochkommen.

Früher habe ich das Warum gesucht, in meiner Kindheit, in der Analyse. Geändert hat sich erst etwas, seit ich mich den Gefühlen stelle.

Vor einiger Zeit habe ich einem guten Freund gesagt, dass ich unseren Kontakt so nicht mehr will. Er hat sich gegen mich entschieden. Früher hätte mein Kopf tagelang gedreht: Bin ich gut genug? Hätte ich besser geschwiegen? Diesmal hat es mich so nicht getroffen. Ich habe seinen Kontakt gelöscht und dann war das für mich erledigt. Seither habe ich kaum mehr an ihn gedacht.

KlarSein ist für mich nicht nur eine Methode, die ich weitergebe. Ich schaue selber jeden Tag hin. Es ist meine Art zu leben.

Irgendwann kommt ein anderes Thema, das das Ganze wieder von vorne startet. Wer dir verspricht, dass du irgendwann mit allem fertig bist, erzählt dir eine Lüge. Aber die Themen werden weniger, definitiv.

Viele Themen, ein Weg

Die Themen sind verschieden: dein Kopf, der nicht abschaltet, das, was Geld in dir auslöst, deine Familie. Aber was in dir passiert, ist jedes Mal dasselbe: Ein Gefühl kommt und sofort der Gedanke, dass es nicht sein darf. Darum brauchst du nicht für jedes Thema ein anderes Tool. In KlarSein lernst du in zwölf Monaten online diese eine Sache und machst sie bei allem, was kommt.

Ich habe jahrzehntelang selber gedacht, das kann es nicht geben. Darum habe ich so lange gesucht.

Wenn du willst, dass dein Kopf Ruhe gibt, ohne dass du dich deinen Gefühlen stellst, dann bin ich und KlarSein nichts für dich. Denn beides zusammen gibt es nicht.

Wenn du dich deinen Gefühlen stellen willst, statt deinen Kopf zu beruhigen, dann lies, was dich in KlarSein erwartet.

Claudia Hausheer

trans4mations coaching GmbH

Panoramastrasse 11a

6243 Egolzwil

Schweiz

© 2026 Claudia Hausheer trans4mations coaching GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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